Günstig campen: Clevere Wege zu sparen, ohne auf Komfort zu verzichten
Clever packen, planen und Ausrüstungstipps für günstige Campingtrips
Camping gilt oft als eine der günstigsten Arten zu reisen — und das kann es auch sein! Aber zwischen dem Kauf von Ausrüstung, dem Buchen von Stellplätzen, dem Tanken des Autos und der Verpflegung der Familie können die Kosten schneller steigen, als du denkst.
Die gute Nachricht? Mit etwas Planung und ein paar klugen Entscheidungen kannst du trotzdem einen komfortablen, unvergesslichen Campingausflug genießen, ohne das Budget zu sprengen.
Das haben wir über die Jahre selbst erfahren — besonders beim Camping mit der Familie. Wenn du also öfter campen und weniger ausgeben möchtest, sind hier unsere besten, erprobten Tipps.
1. Preiswerte Campingplätze wählen
Die erste große Einsparmöglichkeit: wähle den richtigen Stellplatz.
Einige Campingplätze verlangen im Sommer inzwischen Spitzenpreise, besonders solche mit Schwimmbädern, Restaurants und Unterhaltung. Wenn du jedoch bereit bist, auf das Wesentliche zurückzugehen, findest du tolle Plätze zu einem Bruchteil der Kosten.
Achte auf:
- Pop-up-Campingplätze auf Bauernhöfen oder in Feldern
- Zertifizierte Standorte (CL oder CS) für Mitglieder des Camping and Caravanning Club
- Gemeinschaftlich betriebene Plätze mit weniger Einrichtungen, aber schönen Lagen
- Wald- oder Küstencampingplätze, die Natur statt Luxus bieten
Bonus: diese Plätze sind normalerweise ruhiger und fühlen sich mehr wie echtes Camping an!
2. In der Nebensaison campen
Camping im Frühling oder Herbst (außerhalb der Schulferien) bedeutet geringere Stellplatzgebühren und weniger Andrang.
Oft sparst du 30–50% im Vergleich zur Hochsaison, und du musst nicht so weit im Voraus buchen. Außerdem kann das kühlere Wetter den Schlaf angenehmer machen — und die Landschaft ist genauso schön.
Wenn du bei Arbeit oder Schule flexibel bist, kann schon ein kurzer Trip unter der Woche wie eine richtige Auszeit wirken, ohne die Wochenendpreise.
3. Ausrüstung wiederverwenden, ausleihen oder gebraucht kaufen
Für Camping brauchst du nicht die neueste Ausrüstung.
Tatsächlich stammen einige unserer Lieblingsstücke von Flohmärkten, Facebook-Gruppen oder als Weitergaben von Freunden.
So sparst du Geld:
- Von Freunden oder der Familie ausleihen, wenn du neu beim Camping bist
- Auf Second-Hand-Plattformen nach Zelten, Stühlen und Kochern suchen
- Haushaltsgegenstände wiederverwenden (Besteck, Plastikdosen, Decken) statt spezielle Campingversionen zu kaufen
- Am Saisonende in Schlussverkäufen stöbern — der Herbst ist ideal für Schnäppchen!
Und denk daran: Es geht nicht darum, die schickste Ausrüstung zu haben. Wichtig ist, trocken, warm und bequem zu bleiben, egal wie du dorthin kommst.
4. Clever packen und zusätzliche Kosten vermeiden
Wenn du wichtige Dinge vergisst, verursacht das unerwartete Ausgaben, sobald du ankommst. Wir sind alle schon mal schnell zum nächstgelegenen Outdoor-Laden gelaufen oder haben im Campingplatz-Shop überhöhte Preise bezahlt!
Vermeide das mit einer guten Packliste und prüfe deine wichtigsten Dinge doppelt:
- Vergiss nicht Heringe, Gummihammer, Streichhölzer, Gas und Regenbekleidung
- Nimm reichlich Batterien oder eine geladene Powerbank mit
- Pack genügend warme Schichten — vor Ort Fleecejacken zu kaufen kann teuer werden
- Vergiss nicht wiederverwendbare Wasserflaschen, Speiseöl und Toilettenpapier
Auch kleine Anschaffungen summieren sich, wenn du sie bei jeder Reise machst.
5. Koche deine eigenen Mahlzeiten
Einer der größten Budgetfresser beim Camping? Auswärts essen.
Schon ein oder zwei Mahlzeiten in einem Café oder Pub auf dem Campingplatz können ein großes Loch ins Budget reißen.
Bring stattdessen dein eigenes Essen mit und koche einfache Mahlzeiten am Lager.
Preiswerte Essensideen:
- Pasta oder Curry aus einem Topf
- Folienkartoffeln in der Glut
- Wraps, Sandwiches und Suppen zum Selbermachen
- Overnight Oats oder Pancake-Mix zum Frühstück
- Marshmallows oder Bananen vom Grill als Dessert
Wenn du deine Mahlzeiten im Voraus planst, sparst du Geld und reduzierst Abfall.
Profi-Tipp: Friere die Mahlzeit für die erste Nacht in einer Dose ein – sie funktioniert unterwegs auch als Kühlakku!
6. Teile die Last (und die Kosten)
Camping mit Freunden oder Familie? Teilt Ausrüstung und Kochaufgaben, um allen Geld zu sparen.
- Nur eine Familie muss Grill, Windschutz oder großen Campingkocher mitbringen
- Teilt die Kosten für gemeinsame Mahlzeiten — wechselt euch beim Kochen ab
- Teilt Spielzeug, Spiele und Werkzeuge, damit jeder weniger mitbringen muss
Das macht das Packen einfacher, und zusammen zu campen macht außerdem mehr Spaß.
7. Halte die Aktivitäten kostenlos (und unterhaltsam)
Du brauchst keine teuren Attraktionen, um alle bei Laune zu halten.
Die Natur ist der Spielplatz – besonders, wenn Kinder dabei sind.
Preiswerte Ideen:
- Macht eine Schnitzeljagd in der Natur
- Baut in den Wäldern ein Versteck aus Ästen
- Spielt Spiele wie Rounders, Frisbee oder Karten
- Nehmt einen Eimer und eine Schaufel mit zum Strand oder See
- Ladet Offline-Wanderkarten für lokale Touren herunter
Packt ein paar kleine Spiele oder Bücher ein, aber lasst die Natur den Rest übernehmen.
8. Nimm den Komfort von zu Hause mit
Es ist leicht, zu viel auszugeben, wenn man versucht, das Lager „komfortabler“ zu machen. Aber die Wahrheit ist: Wahrscheinlich hast du schon den Großteil dessen, was du brauchst.
Komfort ohne Zusatzkosten:
- Bring deine Bettdecken und Kissen von zu Hause mit, statt neue Schlafsäcke zu kaufen
- Verwende alte Teppiche oder Yogamatten als Bodenabdeckung
- Nutze Plastikkisten als Tische oder Regale
- Nutze Einmachgläser als Laternen (mit batteriebetriebenen Lichtern)
Campen muss nicht heißen, dass man auf Komfort verzichtet. Mit ein wenig Kreativität, kannst du gemütlich und zufrieden sein, ohne zusätzliches Geld auszugeben.
Warum günstiges Campen sich lohnt
Beim Campen mit kleinem Budget geht es nicht darum, am falschen Ende zu sparen — es bedeutet, clever mit dem Geld umzugehen, gut zu packen, und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren:
Frische Luft, gutes Essen und gemeinsame Zeit.
Einige unserer besten Camping‑Erinnerungen stammen von Wochenenden, an denen wir fast nichts ausgegeben, aber am meisten gelacht haben. Du brauchst keine teure Ausrüstung oder ausgefallene Plätze. Du brauchst nur einen Stellplatz, einen guten Plan und ein paar Tricks auf Lager.
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